Vita / Stationen

Anne Huffschmid lebt als Kulturwissenschaftlerin, Kuratorin und Autorin in Berlin. Sie interessiert sich  für urbane Fragen, soziale Erinnerungsprozesse und Materialisierungen von Gewalt, für grenzüberschreitende Forschung, Diskursanalyse, Fotografie und zunehmend für visuelle Formate. Zu diesen und anderen Themen forscht, lehrt und publiziert sie seit Anfang der 1990er Jahre.

Geboren 1964 in Berlin, Studium der Volkswirtschaft, der Theaterwissenschaften und der Publizistik an der FU Berlin. 1986 erste Reisen und Recherchen in Lateinamerika. 1989 bis 1991 das Kultur- und Ausstellungsprojekt „Mexiko-Stadt der Frauen“ (Neue Gesellschaft für Bildende Kunst, Haus der Kulturen der Welt, Museo Universitario del Chopo).

Von 1992 bis 2003 als Korrespondentin (taz) und Kulturreporterin (La Jornada) in Mexiko-Stadt. Seit dieser Zeit regelmäßig Beiträge und Reportagen für deutschsprachige Zeitungen und Zeitschriften; auch heute noch journalistische Arbeiten zu aktuellen Forschungsthemen, etwa für die taz oder die Neue Zürcher Zeitung.

Von 1997 bis 2000 Studie an der FU Berlin über die mexikanischen Zapatistas als diskursmächtige Erhebung (VolkswagenStiftung); Promotion 2002 im Fachbereich Kulturwissenschaften an der Universität Dortmund. Auszeichnung als beste Dissertation 2002-2003 durch die Arbeitsgemeinschaft Deutschsprachige Lateinamerika-Forschung (ADLAF), Veröffentlichung unter dem Titel „Diskursguerilla: Wortergreifung und Widersinn“ (Synchron Verlag 2004).

Von 2004 bis 2006 Kuratorin des Metropolendialogs „Krise als Labor: Krise und Erinnerung in Berlin und Buenos Aires“ (Ibero-Amerikanisches Institut; Symposium, Ausstellungen, Buchveröffentlichungen). Von 2005 bis 2013 Forschungsprojekt zu der Frage, wie sich Erinnerungen an politische Gewalt in der urbanen Gegenwart materialisieren, am Beispiel von Mexiko-Stadt und Buenos Aires (von 2008-2012 Fritz Thyssen Stiftung). Veröffentlichung unter dem Titel „Risse im Raum. Erinnerung, Gewalt und städtisches Leben in Lateinamerika“ (Springer VS 2015).

Mitinitiatorin des 2007 gegründeten Stadtforschungskollektivs metroZones, das urbane Forschung an den Schnittstellen zwischen Kunst, Wissenschaft und Aktivismus betreibt und daraus Bücher, Ausstellungen und Veranstaltungen produziert. 2015-2016 Mitbetreiberin der „metroZones-Schule für städtisches Handeln“.

Seit 2013 Film- und Forschungsprojekt „Knochenlesen als Grenzüberschreitung/Forensic Landscapes“, das sich mit Gewaltlandschaften und forensischer Raumproduktion in Lateinamerika und dabei insbesondere die Möglichkeiten einer Menschenrechtsforensik in Gewaltszenarien des 21. Jahrhunderts  auslotet (FU Berlin, seit 2015 Förderung durch Deutsche Stiftung Friedensforschung).  Seit Ende 2016 fokussiert das Projekt vor allem auf forensische Prozesse und 'Landschaften' in Mexiko.

Curriculum (August 2018)

Zum Lateinamerika-Institut der FU Berlin

 

Kulturwissenschaften | Autorin | Visuelles